Rückstau im Keller: Ursachen und Schutz
Nach einem kräftigen Gewitter steht das Wasser im Keller, und es kommt nicht von oben, sondern aus dem Bodenablauf. Das ist Rückstau aus dem Kanal. Wir erklären, wie es dazu kommt, wer dafür verantwortlich ist und wie Sie Ihren Keller schützen.
Kurz erklärt
Bei Starkregen füllt sich der öffentliche Kanal schneller, als er das Wasser abführen kann. Steigt der Wasserstand im Kanal über die Höhe Ihres Kellerablaufs, drückt das Abwasser zurück ins Haus. Davor schützt nur eine funktionierende Rückstausicherung. Ist die Grundleitung zusätzlich verstopft, passiert das auch ohne Regen.
Warum Wasser aus dem Kellerablauf kommt
Jedes Haus ist über die Grundleitung mit dem Straßenkanal verbunden. Normalerweise fließt das Abwasser bergab in den Kanal. Bei Starkregen läuft der Kanal voll und das Wasser sucht sich den nächsten Ausgang. Das ist oft der tiefste Ablauf im Haus: der Bodenablauf im Keller, eine Dusche im Untergeschoss oder ein Waschbecken in der Waschküche.
Die Höhe, bis zu der Wasser im Kanal steigen kann, heißt Rückstauebene. In der Regel ist das die Straßenoberkante. Alles, was im Haus tiefer liegt, ist gefährdet.
Drei typische Gründe für Rückstau
Überlasteter Kanal
Bei Starkregen kann der öffentliche Kanal die Wassermenge nicht schnell genug abführen.
Verstopfte Grundleitung
Ist die eigene Leitung zu, staut sich das Abwasser aus dem Haus selbst zurück.
Fehlende Rückstausicherung
Ohne Klappe oder Hebeanlage gibt es nichts, was das Wasser aufhält.
Was Sie bei Rückstau tun sollten
Bleiben Sie ruhig und denken Sie an Ihre Sicherheit.
Betreten Sie den Keller nicht, wenn Wasser an Steckdosen oder Geräte reicht.
Keine Waschmaschine, keine Dusche, keine Spülung. Jeder Liter landet im Keller.
Ist der Regen vorbei und das Wasser bleibt, liegt das Problem meist in der Grundleitung.
Rückstausicherung: Klappe oder Hebeanlage
Eine Rückstauklappe sitzt in der Leitung und schließt, wenn Wasser von der falschen Seite kommt. Sie muss regelmäßig gewartet werden, sonst klemmt sie genau dann, wenn es darauf ankommt. Viele Hausbesitzer wissen gar nicht, ob ihr Haus eine Klappe hat oder wo sie sitzt.
Ob und welche Rückstausicherung vorgeschrieben ist, regelt die Entwässerungssatzung Ihrer Gemeinde. Bei Schäden prüfen Versicherungen oft, ob eine funktionierende Sicherung eingebaut war.
Wir können mit der Kamera prüfen, ob in Ihrer Grundleitung eine Klappe sitzt, und die Leitung bei Bedarf reinigen. Mehr zur Kanalreinigung und Kanalinspektion.
Eine Rückstauklappe muss frei beweglich sein. Lassen Sie sie mindestens einmal im Jahr kontrollieren.
Rückstau in Syke, Weyhe und Thedinghausen
In Orten nah an Weser und Hache, etwa in Weyhe oder Thedinghausen, sowie in tiefer gelegenen Teilen von Syke und Stuhr sehen wir nach Starkregen regelmäßig Rückstau in Kellern. Wir reinigen die Grundleitung und prüfen die Rückstausicherung.
Fragen zum Rückstau
Wer zahlt den Schaden bei Rückstau?
Das hängt vom Einzelfall ab. Viele Wohngebäudeversicherungen decken Rückstau nur mit Elementarschutz und nur, wenn eine Rückstausicherung vorhanden war.
Hat mein Haus eine Rückstauklappe?
Das sehen Sie oft an einem Revisionsdeckel im Kellerboden. Sicher ist es mit einer Kamerainspektion.
Kann Rückstau auch ohne Regen passieren?
Ja, wenn die eigene Grundleitung verstopft ist. Dann kommt das Wasser aus dem eigenen Haus zurück.
Hilft eine Hochdruckreinigung gegen Rückstau?
Gegen eine verstopfte Grundleitung ja. Gegen einen überlasteten öffentlichen Kanal hilft nur die Rückstausicherung.
Wasser im Keller?
Rufen Sie uns an und schildern Sie kurz, was los ist. Wir prüfen Grundleitung und Rückstausicherung.