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Kanalsanierung ohne Aufgraben – wann ist das möglich?

Ein Schaden an einer Abwasserleitung bedeutet nicht automatisch, dass Garten, Zufahrt oder Boden vollständig geöffnet werden müssen. Je nach Art, Lage und Umfang des Schadens können grabenlose Sanierungsverfahren eine Alternative zu offenen Tiefbauarbeiten sein. Voraussetzung ist jedoch, dass die vorhandene Leitung technisch für das jeweilige Verfahren geeignet ist.

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Kurz erklärt

Grabenlose Kanalsanierung bedeutet, dass ein beschädigter Rohrabschnitt von innen repariert oder saniert wird, ohne die komplette Leitung über ihre gesamte Länge freizulegen. Ob dies möglich ist, hängt vom Schadensbild, Rohrdurchmesser, Material, Leitungsverlauf und Zugang ab.

Voraussetzungen

Wann kann eine Sanierung ohne Aufgraben infrage kommen?

01

Leitung ist noch zugänglich

Ein geeigneter Zugang muss vorhanden oder herstellbar sein, damit das Sanierungssystem eingebracht werden kann.

02

Schaden ist lokalisierbar

Art und Lage des betroffenen Bereichs sollten durch eine vorherige Untersuchung möglichst genau bekannt sein.

03

Rohrquerschnitt vorhanden

Die Leitung darf nicht so stark deformiert oder zusammengebrochen sein, dass das Verfahren technisch unmöglich wird.

04

Rohr ist vorbereitet

Ablagerungen, Wurzeln und andere Hindernisse müssen vor einer Sanierung häufig entfernt werden.

05

Verfahren passt zum Schaden

Nicht jedes Sanierungsverfahren eignet sich für jede Art von Riss, Verbindung oder beschädigtem Abschnitt.

06

Leitungsverlauf erlaubt die Technik

Bögen, Anschlüsse, Dimensionen und Zugänglichkeit beeinflussen die technische Machbarkeit.

Vor der Sanierung

Warum ist eine Kanalinspektion vorher so wichtig?

Eine grabenlose Sanierung sollte nicht auf Vermutung geplant werden. Zunächst muss bekannt sein, welche Art von Auffälligkeit tatsächlich vorhanden ist und an welcher Stelle sie sich befindet.

Eine Kanalinspektion kann den zugänglichen Leitungsbereich sichtbar machen und die Grundlage für die Auswahl eines geeigneten Verfahrens bilden.

Erst reinigen, dann beurteilen.

Starke Ablagerungen oder Wurzeleinwuchs können die Sicht und die spätere Haftung eines Sanierungssystems beeinträchtigen. Je nach Situation ist deshalb vor der Sanierung eine gründliche Reinigung erforderlich.

Nicht immer grabenlos

Wann kann Tiefbau trotzdem erforderlich sein?

Leitung eingestürzt

Ist der Rohrquerschnitt vollständig verloren, kann ein Innenverfahren technisch nicht mehr möglich sein.

Sehr starker Versatz

Ein erheblicher Rohrversatz kann die Durchführung eines grabenlosen Verfahrens verhindern.

Fehlender Zugang

Ohne geeigneten Zugang kann eine offene Maßnahme erforderlich werden.

Leitung muss neu verlegt werden

Bei einem falschen oder dauerhaft ungeeigneten Leitungsverlauf kann eine Neuverlegung sinnvoller sein.

Schaden außerhalb der Sanierbarkeit

Bestimmte massive Schäden können eine offene Reparatur notwendig machen.

Weitere Bauteile betroffen

Je nach Situation müssen auch Anschlüsse, Schächte oder andere Bereiche berücksichtigt werden.

Typischer Ablauf

Wie wird entschieden, ob grabenlos saniert werden kann?

01

Leitung reinigen

Ablagerungen und Hindernisse werden soweit erforderlich entfernt.

02

Kamera einsetzen

Schaden, Lage und Leitungsverlauf werden möglichst genau beurteilt.

03

Verfahren auswählen

Das Sanierungssystem wird passend zum tatsächlichen Befund ausgewählt.

04

Sanierung durchführen

Der betroffene Bereich wird mit dem technisch geeigneten Verfahren bearbeitet.

Vorteile

Warum kann eine grabenlose Sanierung interessant sein?

Wenn die technischen Voraussetzungen erfüllt sind, können offene Erdarbeiten reduziert oder vollständig vermieden werden. Das kann besonders unter gepflasterten Flächen, Zufahrten, Terrassen oder innerhalb von Gebäuden von Vorteil sein.

Entscheidend bleibt jedoch immer, dass das ausgewählte Verfahren zum tatsächlichen Schadensbild passt. Eine grabenlose Lösung ist nicht automatisch die richtige Lösung für jede beschädigte Leitung.

ProPipe24 vor Ort

Kanalsanierung in Syke und Umgebung

ProPipe24 unterstützt bei der Untersuchung und Sanierung von Abwasserleitungen in Syke und dem regionalen Umfeld. Vor einer Sanierungsentscheidung wird zunächst betrachtet, welcher Schaden tatsächlich vorhanden ist und welches Verfahren technisch geeignet sein kann.

Zum Einsatzgebiet gehören unter anderem Syke, Weyhe, Stuhr, Bassum, Twistringen, Bruchhausen-Vilsen und angrenzende Orte.

Syke Weyhe Stuhr Bassum Twistringen Bruchhausen-Vilsen
Häufige Fragen

Fragen zur grabenlosen Kanalsanierung

Kann jeder Kanal ohne Aufgraben saniert werden?

Nein. Ob ein grabenloses Verfahren möglich ist, hängt unter anderem von Schaden, Leitungszustand, Zugänglichkeit und Rohrgeometrie ab.

Muss eine Leitung vor der Sanierung gereinigt werden?

In vielen Fällen ja. Ablagerungen und andere Hindernisse können die Untersuchung und die Durchführung der Sanierung beeinträchtigen.

Wann muss ein Rohr trotzdem ausgegraben werden?

Beispielsweise bei massivem Einsturz, sehr starkem Versatz, ungeeignetem Leitungsverlauf oder wenn ein Innenverfahren technisch nicht möglich ist.

Was ist der Unterschied zwischen Kurzliner und Inliner?

Ein Kurzliner behandelt typischerweise einen begrenzten Schadensbereich, während ein Inliner einen längeren Leitungsabschnitt auskleiden kann.

Wird nach der Sanierung erneut mit einer Kamera geprüft?

Je nach Verfahren und Auftrag kann eine abschließende Kontrolle des sanierten Bereichs sinnvoll oder vorgesehen sein.

ProPipe24 · Syke

Rohrschaden festgestellt?

Ob eine grabenlose Sanierung möglich ist, hängt vom tatsächlichen Leitungszustand ab. ProPipe24 unterstützt von der Untersuchung bis zur passenden Sanierungslösung.

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